Brenner:in 

ist ein aner­kann­ter Aus­bil­dungs­be­ruf nach Ver­ord­nung über die Berufs­aus­bil­dung 
Die Aus­bil­dung wird in der Indus­trie, im Hand­werk und in der Land­wirt­schaft ange­bo­ten und dau­ert 3 Jah­re.

Kurz­pro­fil: Brenner:innen mai­schen Obst, Getrei­de, Kar­tof­feln oder Melas­se ein, las­sen die Mai­sche gären und destil­lie­ren dar­aus hoch­pro­zen­ti­gen Alko­hol. Sie stel­len den Roh- und Fein­brand her – Tra­di­tio­nel­le Brenner:innen leis­ten dar­über hin­aus wert­vol­le Arbeit für Natur und Land­schaft, zum Bei­spiel durch die Pfle­ge von Streu­obst­wie­sen. Ihre Arbeit ver­bin­det hand­werk­li­ches Kön­nen mit Ver­ant­wor­tung für die Umwelt und trägt so aktiv zum Erhalt kul­tu­rel­ler und öko­lo­gi­scher Lebens­räu­me bei.

Der Beruf kann als eine klas­si­sche dua­le Aus­bil­dung in Betrieb und Fach­schu­le (Dort­mund) gemacht wer­den – 🔗ein Steck­brief zum Beruf fin­de sich auf der Sei­te der Arbeits­agen­tur – oder über eine Fach­fort­bil­dung zur 

Staatlich geprüfte Fachkraft für Brennereiwesen 

mit ein­schlä­gi­ger Berufs­er­fah­rung von mind. 4,5 Jah­ren – mit bestehen der Prü­fung zur Fach­kraft erhält man den Zugang zur Prü­fung zum/zur Brenner:in als Aus­bil­dungs­be­ruf - Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bot fin­den Sie auf den Sei­ten des 🔗 Amtes für Land­wirt­schaft Orten­au, der 🔗 LVWO Weins­berg und der 🔗 LWG Bay­ern
 

Brennmeister:in (landwirtschaftlich)

land­wirt­schaft­lich beruf­li­che Wei­ter­bil­dung ach Ver­ord­nung über die Berufs­aus­bil­dung

Kurz­pro­fil: Erwei­te­rung des fach­li­chen Brenner:inwissens – Land­wirt­schaft­li­che Brennmeister:innen orga­ni­sie­ren und koor­di­nie­ren Arbeits­ab­läu­fe. Sie über­wa­chen und opti­mie­ren Fer­ti­gungs­pro­zes­se, lei­ten Fach­kräf­te an und sind für die betrieb­li­che Aus­bil­dung ver­ant­wort­lich. Sie stel­len sicher, dass Pro­duk­ti­ons­an­la­gen für die Ver­ar­bei­tung von Roh­stof­fen wie Getrei­de, Kar­tof­feln oder Obst zu Roh­spi­ri­tus und Trink­brannt­wein ein­wand­frei funk­tio­nie­ren. Vor allem in klei­ne­ren Betrie­ben arbei­ten sie auch selbst prak­tisch mit, zer­klei­nern bei­spiels­wei­se Roh­stof­fe, über­wa­chen den Gär­pro­zess und ver­mark­ten ihre Pro­duk­te. Dar­über hin­aus ent­schei­den sie über die Per­so­nal­aus­wahl und kon­trol­lie­ren Arbeits­leis­tung und Kos­ten­ent­wick­lung in ihrem Ver­ant­wor­tungs­be­reich.

Die Aus­bil­dung wird bun­des­weit über das 🔗 Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg ange­bo­ten. Vor­aus­set­zung für die Zulas­sung ist eine abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung im Beruf Brennerin/Brenner oder eine ande­re land­wirt­schaft­li­che Berufs­aus­bil­dung. Ist dies nicht der Fall, müs­sen min­des­tens 5 Jah­re fun­dier­te Berufs­er­fah­run­gen in der Bren­ne­rei nach­ge­wie­sen wer­den.

Destillateur:in 

nach Ver­ord­nung über die Berufs­aus­bil­dung – eine klas­si­sche dua­le Aus­bil­dung in Betrieb und Fach­schu­le (Dort­mund) – 3 Jah­re

Kurz­pro­fil: Destil­la­teur/-innen stel­len aus Früch­ten, Kräu­tern, Frucht­säf­ten, Agrar­al­ko­hol, Essen­zen und Extrak­ten hoch­wer­ti­ge Spi­ri­tuo­sen wie Brän­de, Likö­re und Geis­te her. Hier­zu erzeu­gen sie selbst die Essen­zen, Aus­zü­ge und ethe­ri­schen Öle oder kau­fen Halb­fa­bri­ka­te ein. Die­se wer­den dann durch Mischen mit hoch­pro­zen­ti­gem Alko­hol und – je nach Rezept – mit wei­te­ren Aro­men, Zucker und Was­ser zu ver­kaufs­fer­ti­gen Spi­ri­tuo­sen ver­ar­bei­tet.

Ins­be­son­de­re in grö­ße­ren Spi­ri­tuo­sen­be­trie­ben besteht die Haupt­tä­tig­keit im Bedie­nen, Über­wa­chen und Rei­ni­gen von auto­ma­ti­sier­ten Pro­duk­ti­ons­ein­rich­tun­gen. Immer grö­ße­re Bedeu­tung gewinnt auch die Qua­li­täts­si­che­rung: Von der Annah­me der Roh­stof­fe bis hin zur Her­stel­lung der ver­kaufs­fer­ti­gen Spi­ri­tuo­se wer­den Pro­ben genom­men. Die­se kon­trol­lie­ren die Destil­la­teu­re und Destil­la­teu­rin­nen nicht nur das Aus­se­hen, den Geruch und Geschmack, son­dern bestim­men und berech­nen wei­te­re pro­dukt­spe­zi­fi­sche Kenn­da­ten wie z. B. Alko­hol- und Extrakt­ge­halt, Säu­re­ge­halt oder Dich­te. 🔗 Steck­brief zum Aus­bil­dungs­be­ruf

Edelbrandsommelier:e

Kurz­pro­fil: Fach­per­son für die sen­so­ri­sche Beur­tei­lung und qua­li­ta­ti­ve Bewer­tung von Edel­brän­den; er ver­bin­det tra­di­tio­nel­les Brenn­hand­werk mit aktu­el­lem Fach­wis­sen, um Pro­duk­te pro­fes­sio­nell zu ana­ly­sie­ren, zu prä­sen­tie­ren und zu ver­mit­teln. Dabei agiert er als Brü­cke zwi­schen Her­stel­lung, Han­del und Ver­brau­cher, berät Gas­tro­no­mie und Fach­pu­bli­kum, lei­tet Ver­kos­tun­gen und Wett­be­wer­be und sorgt dafür, dass die Qua­li­tät und Ein­zig­ar­tig­keit der Brän­de erleb­bar und ver­ständ­lich wird. Die­se Aus­bil­dung ist für alle Inter­es­sier­te offen, man muss nicht zwin­gend selbst Brenner:in sein.

Ange­bo­te­ne Aus­bil­dun­gen in Deutsch­land:
🔗 Genuss Aka­de­mie Bay­ern
🔗 Klos­ter St. Ulrich Baden-Würt­tem­berg – Start im Okto­ber 2026

Ange­bot Aus­bil­dung in Öster­reich: 
🔗 LFI – Länd­li­ches Fort­bil­dungs Insti­tut 

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